Verirren in Venedig

Nach zwei Wochen reisen gibt es dann schon die Eine oder Andere Sache die man vermisst. Zum Beispiel WLAN. Nur weil im Campingführer steht, dass dein Platz gutes WLAN hat, heißt das nicht, dass dem auch zwangsläufig so ist. Glücklich darüber auf dem Campingplatz in Venedig endlich mal WLAN zu haben, musste Til leider schnell feststellen: „Da ist ja das Wlan im Altersheim schneller. Da haben die wenigstens LTE. Hauptsache die können nicht damit umgehen aber haben Highspeed.“ Ich als Mädchen vermisse natürlich auch das geräumige Badezimmer mit Schminkspiegel und Steckdose für meinen Föhn. Damit konnte der Campingplatz aber punkten. Der Sanitärbereich war schöner und sauberer als manche Hotelbadezimmer. Mein persönliches Paradies.Von unserem Campingplatz aus gab es eine Busverbindung, mit der man in nur 10 Minuten in Venedig am Piazzale Roma war.

An unserem ersten Tag fuhren wir Nachmittags in die Stadt. Ausgerüstet mit analogen und digitalen Karten stürtzten wir uns in die engen Gassen Venedigs… und verliefen uns. Aber genau das ist der beste Weg Venedig zu erkunden. Welche Gasse nehmen wir? Rechts, Links, Geradeaus? Und irgendwann steht man dann doch auf dem Markusplatz und weiß nicht genau wie man dorthin gekommen ist.

Die engste Gasse, die wir finden konnten
Die engste Gasse, die wir finden konnten
Eine Gondel
Eine Gondel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

What we saw

San Marco

Die Piazza San Marco ist einfach beeindruckend. Die Basilica di San Marco, mit ihren wunderschönen Bögen und Säulen aus Marmor, der Uhrturm Torre Dell’Orologio und der Turm Campanile di San Marco, geben einem das Gefühl, in Venedig sei die Zeit stehen geblieben. Die vielen Touris mit Selfiesticks (zu denen wir natürlich auch irgendwie gehören) reißen einen dann aber doch wieder in das richtige Jahrhundert zurück. Auch wenn es verlockend ist die vielen Tauben auf dem Platz zu füttern, sollte man dies besser lassen: wird man erwischt zahlt man ein Bußgeld von 500€. Trotzdem machen es viele.

 

Tils Füße vor dem Campanile di San Marco
Tils Füße vor dem Campanile di San Marco

 

 

Til und ich auf dem Markusplatz
Til und ich auf dem Markusplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

Ponte di Rialto

In Venedig gibt es mehr als 400 Brücken. Aber über die Rialtobrücke muss man dann doch einmal gegangen sein. Wenn man dann ein Foto gemacht und sich durch die Menschenmassen gedrängt hat geht man geradeaus weiter, nicht auf den Platz auf dem billige Masken und Murano Glas verkauft verden sondern in die unauffällige Nebenstraße Ruga degli Oresi. Hier findet man den süßen Laden „Piediàterre“. Auch wenn die Gondelieri heute eher schicke Nikes bei der Arbeit tragen, ist der Laden, der die originalen „Furlane“, rutschfeste Schuhe, verkauft ein echtes Highlight. Ab 40€ kann man hier ein Paar aus Samt, Leine oder Seide kaufen.

Geht man weiter kommt man in das Szeneviertel zwischen Ponte di Rialto und Fischmarkt. Hier sind deutlich weniger Touristen unterwegs und die Einheimischen treffen sich hier zum Abendessen in den vielen Restaurants. Auch wir haben hier zu Abend gegessen: natürlich Pizza. Ich musste unbedingt einen Aperol Spritz trinken, was ein bisschen nach einem fruchtigen Gin Tonik schmeckte.

Ponte Dei Sospiri

Über die Seufzerbrücke wurden früher Gefangene vom Gerichtssaal im Dogenpalast in das Gefängnis geführt. Von der Brücke gegenüber kann man sehr gute Bilder machen, würden sich nicht so viele Touristen auf ihr tummeln. Unter der Brücke steht fast niemand und wir konnten tolle Bilder machen.

Die Seufzerbrücke und ich
Die Seufzerbrücke und ich
Til an einer Mauer vom Dogenpalast
Til an einer Mauer vom Dogenpalast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Venedig war ein wunderschöner Auftakt für unsere Reise durch Italien. Bevor wir in die Toscana gefahren sind, waren wir noch ein paar Tage auf einem Campingplatz direkt am Gardasee.

Ein Abend im Szeneviertel
Ein Abend im Szeneviertel
Der Blick von einer der vielen Brücken in Venedig
Der Blick von einer der vielen Brücken in Venedig

 

 

 

 

 

 

 

 

Campingplätze:

Venedig

Camping Venezia Village
Via Orlanda 8/c
30170 Mestre VE

Gardasee

Camping „Rio-Ferienglück“
Manerba del Garda

Tils Füße vor dem Campanile di San Marco

1 Comment

  1. Regina says: Antworten

    Venedig verändert sich, zum Glück, nicht sehr – einfach schön

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