Last Stop: Paris und Disney Land

Nach Spanien neigte sich unser Roadtrip dann langsam dem Ende zu. Von dem Ferienhaus in Spanien sind wir in Richtung Paris gefahren. Wir verbrachten eine Nacht auf einem Rastplatz, die ziemlich gruselig war, da jemand immer wieder laut stöhnend an unserem Auto vorbei lief. Am nächsten Tag sind wir Abends auf dem Campingplatz Huttopia angekommen, der etwas außerhalb von Paris in Versailles lag. Es war ein kleiner Platz mitten in einem Waldstück. Nur war es mittlerweile September und Nachts war es im Auto so kalt, dass ich mit Leggins, Strümpfen, Socken, T-Shirt, Pulli, Schal und zwei Decken geschlafen habe. Til dagegen schlief sogar ohne T-Shirt. Brrrrr.

Am nächsten Tag haben wir uns das Schloss von Versailles angesehen. Leider war es Montag und ausgerechnet an diesem Tag hatte das Schloss geschlossen und so konnten wir nur die Parkanlage besichtigen. Aber dieser gigantische, wunderschöne Park mit den verträumten Marmorstatuen und Labyrinthen versetzt einen wirklich in die Zeiten des Sonnenkönigs zurück. Man konnte sich auch so coole Golfcarts mieten mit denen man durch den Park gurken konnte, aber die waren uns leider zu teuer. Stattdessen haben wir auf der Wiese gesessen, Eis gegessen und Schwäne angeguckt. Wir amüsierten uns sehr über zwei Mädchen, die mit ihrem Ruderboot so überfordert waren und zwei alte Herren am Ufer, die verzweifelt versuchten ihnen zu erklären, dass sie verkehrt herum ruderten.

Statue im Park
Schlosspark in Versailles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Versailles aus ist man in einer halben Stunde mitten in Paris.

 

What we saw: Tag 1

Tour Eiffel

Til war vorher noch nie in  Paris gewesen, also war der Eiffelturm unser erster Stop. Als ich vor ein paar Jahren mit meinen Eltern in Paris gewesen war, konnte man noch einfach unter dem Eiffelturm durchlaufen. Aber auch in Paris ist die Angst vor dem Terror allgegenwärtig und bevor man auch nur unter den Turm durfte wurde man abgetastet und die Taschen wurden kontrolliert. Es war irgendwie ein merkwürdiges Gefühl und daher blieben wir auch nicht lange.

Le Tour Eiffel
Der Eiffelturm in Black and White

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Centre Georges Pompidou und Marais

Mit der Metro sind wir zum Centre Pompidou gefahren. Dies ist ein futuristisch aussehendes Röhrengebäude. Direkt daneben liegt der Stravinski-Brunnen, mit den vielen bunten Figuren. Hinter dem Centre Pompidou beginnt das Szeneviertel Marais, mit vielen kleinen Boutiquen und Cafés. Hier haben wir einen Cappuccino getrunken und die vielen hip gekleideten Leute bestaunt. Vom Marais kann man zu der Ile de la Cité laufen, eine Insel, die in der Seine liegt. Auf dieser Insel steht auch die beeindruckende Kathedrale Notre-Dame.

Mein Cappuccino mit Latte Art

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Champs-Elysée und Arc de Triomphe

Am Abend sind wir die Champs-Elysée in Richtung Arc de Triomphe entlanggelaufen. Nach Sonnenuntergang glitzert  der Eiffelturm zu jeder vollen Stunde mit tausenden von Leuchten und erhellt das nächtliche Paris. Wir wollten dieses Spektakel von der Aussichtsplattform des Arc de Triomphes aus beobachten. Für Kinder und Jugendliche EU Bürger bis 25 ist der Eintritt kostenlos. Das Gefühl über die Dächer von Paris zu blicken und zu sehen wie der Eiffelturm leuchtet, lässt sich kaum beschreiben. Dies war definitiv eines unserer Highlights auf unserem Roadtrip.

Der Arc de Triomphe bei Nacht

 

 

 

 

 

 

 

 

What we saw: Tag 2

La Defense

An unserem zweiten Tag in Paris sind wir direkt in das moderne, puristische Hochhausviertel La Defense gefahren. Hier reihen sich Wolkenkratzer aneinander und man bekommt in dieser verlassenen Bürostadt das Gefühl, man ist in der Zukunft gelandet. Die moderne Variante des Triumphbogens, der Grande Arche, unterstreicht diesen Eindruck noch. Außerdem waren wir in dem neuen Einkaufszentrum Les Quatres Temps und hier habe ich zum ersten mal Running Sushi, also Sushi, dass auf einem rollendem Band serviert wird, gegessen.

Montmartre und Sacre Coeur

Mit der Metro ging es dann in das Künstlerviertel Montmartre, das auf dem höchsten Hügel der Stadt liegt. Mein absolutes Lieblingsviertel in Paris. Man fühlt sich wie in dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“, in der die Hauptfigur Amélie es liebt, wenn sie mit der Spitze des Kaffeelöffels die Kruste von Crème Brûlée  knackt. Wir haben dann in dem kleinen Café Le Ceni’s auf der Straße gesessen und auch Crème Brûlée gegessen. Das war einer meiner Lieblingsmomente auf dieser Reise, so einer den man in ein Marmeladenglas einschließen möchte. Nachdem wir an der weißen Kirche Sacre Coeur vorbeigeschlendert waren, sind wir mit einer Seilbahn den Berg wieder heruntergefahren.

 

Karussell Montmartre

 

 

Ich beim Crème Brûlée essen in Montmartre

 

 

 

 

 

 

 

 

Louvre

Am späten Nachmittag, als die Sonne gerade unterging, waren wir am Louvre um uns die Glaspyramiden anzusehen. Während wir am Rand des großen Brunnens saßen und die letzten Sonnenstrahlen genossen, lief vor uns ein wahrscheinlich frisch verheiratetes asiatisches Pärchen rum, welches sich von ihrem eigenen Fotografen fotografieren ließ. Wir nutzten unsere Chance und stellten ein Paar Motive dieses Fotoshootings nach. Die Bilder wurden toll!

Sonnenuntergang am Louvre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Disney Land Paris sollte der Abschluss unseres Roadtrip Abenteuers sein. Wir hatten online unsere  Tickets gekauft. Wir fuhren früh Morgens von Versailles zu einem Campingplatz in der Nähe von dem Park, um einen Platz zu reservieren.

Zu dieser Jahreszeit war das Disney Land nicht so überfüllt, wie im Sommer. Wir mussten nicht anstehen um in den Park zu kommen.

Vielleicht ist das Disney Land nicht der Happiest Place on Earth, aber er ist auf jeden Fall nah dran. Wir hatten einen wunderschönen Tag mit Micky-Mouse-Öhrchen, Achterbahnen, dem besten Popcorn der Welt, dem Star-Wars-Menü mit Yoda-Cupcake und vielem mehr. Und es war der letzte Tag vor unserer Heimreise.

Glücklich im Disney Land mit Micky-Mouse-Öhrchen

 

 

 

 

 

 

 

 

9100 km

2 einhalb Monaten

10 Wochen

68 Tagen

Das war die größte Reise meines/unseres Lebens. Wir waren zusammen an so vielen wunderschönen Orten: In der sinkenden Stadt, auf dem verlassene Strand in Cinque Terre, in dem Restaurant in der Toskana, im Regen unter dem Schiefen Turm von Pisa, mit Surfbrettern im Atlantik und in der Nacht über den Dächern von Paris. Wir haben keine Gelegenheit ausgelassen ins Meer zu springen und Pizza zu essen. Und natürlich ist auch viel schiefgegangen: Mein Handy, dass im See ertrunken ist, der Autoschlüssel, der in der Waschmaschine mitgewaschen wurde oder der Feuerlöscher den Til angefahren hat. Aber nach all diesen Erlebnissen sind wir tatsächlich, so gut wie unversehrt, wieder zu Hause angekommen.

Danke Til, dass ich dieses unglaubliche Abenteuer mit dir erleben durfte. Ich werde es nie vergessen.

Milena

 

 

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